Gemeindediakon Johannes Schwab

Zur Person

  • Johannes Schwab
  • Jahrgang 1974
  • aufgewachsen in Freudenstadt im Schwarzwald
  • seit 2002 verheiratet mit Verena, 2 Söhne: Jonas & Gabriel
  • bis auf weiteres wohnhaft in Königsbach
  • vielseitig & musikalisch, spontan & lebensfroh, naturverbunden & technikaffin, weltoffen & herzlich
  • angedacht: Artikelseite von Diakon Johannes Schwab

Gemeindediakon Johannes Schwab

Lebensmotto

Mein Konfirmationsspruch traf und trifft mich bis heute und hilft mir, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden:

Römer 1,16: Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.

Ich glaube und erlebe, dass Jesus Christus heute erfahrbar ist. Nur er gibt Hoffnung und Zufriedenheit, die alles andere übersteigt und bleibt. Davon möchte ich weitererzählen "in guten und in schlechten Zeiten"!

Konfirmandenarbeit in Königsbach

Stationen

Beauftragung EKIBA

Interview mit Johannes Schwab


Seit Januar 2014 arbeitet Johannes Schwab als Gemeindediakon zu 75 % in Königsbach und zu 25 % in Göbrichen. Seit er mit seiner Familie 2005 nach Königsbach zog, engagierte er sich in vielen Bereichen der Gemeinde ehrenamtlich und war sechs Jahre als Kirchenältester in unserer Kirchengemeinde tätig. So ist er zwar vielen Königsbachern kein Unbekannter; wir möchten ihm hier aber dennoch einige besondere Fragen stellen, damit Sie ihn noch besser kennen lernen.

Johannes Du bist zum einen neu (im Amt) und zum anderen alt (bekannt). Wie geht es Dir mit dem neuen Job in alter Umgebung?

Mit der neuen Aufgabe als Gemeindediakon geht es mir zunächst super-gut! Seit in mir diese innere Gewissheit reifte dass ich hier in der Kirchengemeinde meine Ausbildung und Begabung einbringen soll, habe ich mich jeden Tag mehr darauf gefreut. Ich finde diese vielfältige Arbeit mit Menschen jeden Alters ein Vorrecht. Zwar war ich jetzt einige Jahre nicht mehr als Diakon tätig; aber vom Prinzip her hat sich im kirchlichen Dienst nicht viel verändert, und so fällt mir der Umstieg nicht schwer. Die Gemeinde schon umfangreich zu kennen und bereits Kontakt zu vielen Mitarbeitern zu haben, macht natürlich vieles einfacher – für mich und für andere.

Was ist für Dich die größte Herausforderung im neuen Job?

Da ist zunächst die Umstellung des Tages- und Wochenrhythmus! Der Tag beginnt im kirchlichen Dienst selbstverständlich auch morgens; viele Dienste liegen jedoch auf den Abenden und am Wochenende. Daher nehme ich ich mir häufig den Montag statt des Sonntags frei; da merke ich, dass selbst „frei machen“ eine gewisse Disziplin erfordert.
Innerlich ist es herausfordernd für mich, die Prioritäten richtig zu setzten, inne zu halten und mich zu fragen: „Was ist jetzt wirklich wichtig?“ bzw. „Welchen Termin nehme ich zuerst wahr, und was ist später dran?“ Da ich eher enthusiastisch veranlagt bin, neige ich dazu die Tage so voll zu packen, dass nur wenig Zeit für persönliche Begegnungen bleibt. Und gerade diese Begegnungen machen doch das Leben so wertvoll!

Worauf freust Du Dich am meisten?

Ich freue mich besonders darauf, junge Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten und sie zu fördern! Das beginnt für mich damit, dass ich jeden der Jugendlichen und jungen Erwachsenen so akzeptiere wie er oder sie ist. Und das ist für mich kein Vorsatz oder ein Programm, sondern Lebensüberzeugung. Wenn ich mich zurück erinnere an meine Jugend, dann waren mir ältere Menschen dann wertvolle Begleiter, wenn sie mich einfach so nahmen wie ich war, und nicht ständig an mir rumkritisiert haben.

Abgesehen davon, freue ich mich an der Zusammenarbeit mit Pfarrer Elsässer; gemeinsam eine Gemeinde zu leiten und weiter zu entwickeln ist sehr spannend und ermutigend. Dabei vom Kirchengemeinderat und dem CVJM-Vorstand begleitet zu werden ist großartig!

Wobei hast Du ein bisschen Magengrummeln?

Die Gottesdienstvorbereitung ist immer und jedes Mal spannend und aufregend für mich, da man rechtzeitig an die verschiedenen Aspekte eines Gottesdienstes denken muss. Besonders inhaltlich die Schwerpunkte richtig zu setzen und die verschiedenen Gottesdienstbesucher im Blick zu haben ist für mich entscheidend wichtig; wenn dann noch ein Anspiel oder moderne Musik im Sonntagsgottesdienst Platz haben soll, ist das immer herausfordernd.

WhatsApp, facebook, smartphone sind für mich ...

...so selbstverständlich wie ein Telefon oder ein Notizblock – und absolut hilfreich. Sie können aber auch Zeiträuber sein und rasch ablenken. Ich schränke mich daher manchmal bewusst selber ein, um diese Dinge nicht zur Unterhaltung sondern als Werkzeug zu nutzen. Dieses Jahr verzichte ich in der Passionszeit zum Beispiel ganz bewusst komplett auf Facebook – und ich merke, dass es mir kaum fehlt, sondern mich freier für „echte“ Begegnungen macht.

Stell Dir vor, Du hast verschlafen, musst aber ganz dringend zu einem Termin. Welche drei Dinge müssen auf jeden Fall sein?

Ja, das mit dem Verschlafen könnte tatsächlich passieren... Was muss also sein? Nun, eine Tasse Kaffee, Zähneputzen und ein kurzer „Anruf“ beim Terminpartner – verbunden mit einem kurzen Stoßgebet und der Bitte um Gottes Segen für den Tag.

Das Interview führte Ulrike Bauer.